Inhalte
In der Weiterbildung werden berufliche Erfahrungen und Fähigkeiten reflektiert, Neues erlernt und Altes hinterfragt, um junge Menschen in psychischen Krisenzeiten zu unterstützen und langfristig adäquat zu begleiten. Anzeichen und Ursachen von psychischen Erkrankungen werden thematisiert und traumasensibles Arbeiten fokussiert. Es wird vermittelt, wie in vermeintlich festgefahrenen Situationen und Dynamiken, neue Blickweisen und Aktivierungskonzepte, positive Sprache und neue Handlungsstrategien unterstützen können.
Modul 1: Rolle & Haltung: Grundlagen, professionelle Selbstklärung
Im Vordergrund stehen die eigene Rolle und das Thema: Biografie.
Dozentin: Fr. Kannenberg
Modul 2: Psychoedukation & Diagnosen: Diagnosenvielfalt/ Medikamentenkunde/ Begegnung der System Jugendhilfe/ Psychiatrie
Im Vordergrund steht das Thema: Psychoedukation und das Einordnen von Entwicklungskrisen sowie der Unterschied zwischen akute Krisen und langfristige Erkrankungen. Zudem werden Informationen zum Thema Medikamente aufbereitet und die Systeme Jugendhilfe und Psychiatrie besprochen.
Dozent:innen: Hr. Santangelo und Fr. Dr. Stoler
Modul 3: Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen: Ressourcenorientierung, positive Sprache, neue Handlungsmöglichkeiten
Anhand der gezeigten Störungsbilder/ Erkrankungen werden Ableitungen für den pädagogischen Alltag entwickelt. Positive und angemessene Sprache sowie Partizipation und Teilhabe werden als Lösungsansätze besprochen.
Der Focus liegt auf dem Thema: Ressourcen, positive Umdeutung und neue Handlungsmöglichkeiten.
Dozentin: Fr. Burmeister-Brandt
Modul 4: Theorie-Praxis-Transfer: Fallbesprechungen, Struktur und Sicherheit, Entwicklung einer Landkarte Jugendhilfe/Psychiatrie; Bildung als Teilhabe
Zentrales Thema des Moduls ist: den jetzigen pädagogischen Alltag weiterzuentwickeln und die Punkte: Sicherheit, einheitliche Strukturen, Bildung als Teilhabe mitzudenken.
Zudem wird eine Berliner Landkarte zu den Systemen Psychiatrie und Jugendhilfe gezeichnet. Wie können Hinweise der Klinik in die Lebenswelt der stationären/ ambulanten Jugendhilfe übersetzt werden?
Dozent:innen: Fr. Burmeister-Brandt und Fr. Dr. Koch
Modul 5: Familien einbeziehen: systemische Unterstützung
Eltern und Angehörige sind Teil des Systems und benötigen eine ausreichende Anerkennung ihrer Vielfalt, um neue Chancen zu erkennen. Im Modul werden Kommunikationsstrategien für den Umgang mit Familien entwickelt, unerkannte Unterstützungsmöglichkeiten erkannt und Hinweise der Klinik für Familien übersetzt.
Dozentin: Fr. Dr. Koch
Modul 6: Teamprozessen und Abschluss:
Themen des Abschlussmoduls sind: Teamkultur, Team als Vorbild, Resilienz der Fachkräfte sowie Teamressourcen und Netzwerkressourcen.
Am Abschlusstag werden nach kurzen Abschlusspräsentationen die Zertifikate übergeben.
Dozentin: Fr. Nölting
Teilnehmende
Zielgruppen: erfahrene pädagogische Fachkräfte aus dem Handlungsfeld der Hilfen zur Erziehung, Mitarbeiter:innen aus EGH-Einrichtungen für Minderjährige, Erzieher:innen der Kinder und Jugendpsychiatrien sowie Mitarbeiter:innen der BBW-Internate.
Teilnahmevoraussetzungen
Staatlich anerkannte Erzieher:innen oder gleichwertige pädagogische Qualifikation; Tätigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe, 2 Jahre Berufserfahrung sind nützlich.
Dauer
24.11.2026 bis 2. Juli 2027
96 Zeitstunden (60 Minuten) / 12 Tage– berufsbegleitend
Abschluss
Zertifikat
Kosten
995, - € (inklusive zwei Supervisionsterminen)
Ort
Modul 1: Fort- und Weiterbildung in der Meeraner Straße 5 in 12681 Berlin
Modul 2: Rotkreuz-Institut in Kladow
Modul 3: SFBB / Jagdschloss Glienicke
Modul 4: Rotkreuz-Institut in Kladow
Modul 5: Fort- und Weiterbildung in der Meeraner Straße 5 in 12681 Berlin
Modul 6: SFBB / Jagdschloss Glienicke
Supervision Gruppe 1: wird noch bekannt gegeben
Supervision Gruppe 2: wird noch bekannt gegeben
Termine
Modul 1: 24. Und 25. November 2026
Modul 2: 11. und 12. Januar 2027
Modul 3: 11. und 12. März 2027
Modul 4: 05. und 06. April 2027
Modul 5: 27. und 28. Mai 2027
Modul 6: 1. und 2. Juli 2027
Supervision Gruppe 1: wird noch bekannt gegeben
Supervision Gruppe 2: wird noch bekannt gegeben